SPD Bruchköbel

19. Oktober 2017

Roßdorfs ehemaliger Bürgermeister Franz Elpelt ist gestorben

Norbert Viehmann, Vorsitzender der SPD Bruchköbel, zum Tod von Franz Elpelt.

Franz Elpelt

Die Bruchköbeler SPD trauert um Roßdorfs ehemaligen Bürgermeister Franz Elpelt. Mit ihm verliert die Bruchköbeler SPD einen guten Freund und einen brillanten und tatkräftigen Kommunalpolitiker.

Am 17. Oktober 2017 ist Franz Elpelt im Alter von 80 Jahren gestorben.

Franz Elpelt war eine der großen prägenden Persönlichkeiten in Roßdorf und Bruchköbel. Sein außerordentliches politisches Wirken steht beispielhaft für den persönlichen Einsatz in der Kommunalpolitik. Er war Sozialdemokrat mit Herz und Seele.

Franz Elpelt  wurde mit 33 Jahren am 28. Juli 1970 vom Roßdorfer Gemeindeparlament einstimmig zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt. Als Bürgermeister konnte Franz Elpelt wesentliche Projekte für die Gemeinde Roßdorf umsetzen. In seiner Amtszeit entstand ein Kindergarten für rund 75 Kinder, einschließlich zweier Personalwohnungen. Die Trauerhalle auf dem Roßdorfer Friedhof wurde errichtet und der Friedhof selbst erweitert. Der Sportplatz konnte ausgebaut werden. Das Gelände, auf dem der Obst- und Gartenverein ansässig ist, konnte von der Gemeinde erworben werden. Ebenso wurde die Erweiterung des Baugebietes „Im Weiher 3“ durchgesetzt. Bedingt durch die Gemeindereform und den dadurch zwangsweisen Zusammenschluss mit Bruchköbel, musste Franz Elpelt 1975 sein Amt wieder abgeben.

Franz Elpelt war zwölf Jahre Mitglied im Kreisausschuss und nach seinem Ausscheiden aus dem Gremium Bürgerbeauftragter des Main-Kinzig-Kreises. Ferner war er viele Jahre Schöffe beim Schwurgericht in Hanau.

Franz Elpelt war ein Ehrenmann, der mit Integrität und persönlicher Ausstrahlung Politik für die Bürger gestaltete. Franz Elpelt war ein Mensch, der stets nach dem Gemeinsamen suchte und nicht das Trennende betonte, er war eine prägende Persönlichkeit, ein überzeugter Sozialdemokrat und engagierter Kommunalpolitiker. Er war und ist eine hochgeachtete Persönlichkeit und sein Werdegang ist eine beeindruckende sozialdemokratische Biographie. Im Januar diesen Jahres wurde er, in Anerkennung für seine außerordentlichen ehrenamtlichen Leistungen, mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet und im März mit der Willy-Brandt-Medaille, der höchsten Auszeichnung, die die SPD vergibt.

Franz Elpelt wurde am 25. Januar 1937 in Schönbrunn im Sudetenland geboren. Als junger Mann machte er bei der Kolonialwaren-Großhandlung und Kaffee-Import-Großrösterei E. F. Döring in Hanau eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann. Am 1. April 1964 trat Franz Elpelt in den SPD Ortsverein Roßdorf ein. Im August 1965 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Juso-Gruppe im OV-Roßdorf, deren Vorsitz er ebenfalls übernahm. 1966 erfolgte seine Wahl in den Unterbezirksvorstand der Jusos in Hanau. Im selben Jahr wurde er in den Vorstand des SPD Ortsvereins Roßdorf gewählt. Mit 31 Jahren übernahm er bereits den Vorsitz des SPD Ortsvereins Roßdorf, dessen Vorsitzender er über 40 Jahre lang bis 2010 blieb. Er war viele Jahre Vorsitzender des Bruchköbeler SPD Arbeitskreis 60plus. 2016 wurde er einstimmig nochmals in den Vorstand der Bruchköbeler SPD gewählt.

 

Die Sozialdemokraten und seine Heimatstadt Bruchköbel haben Franz Elpelt viel zu verdanken. Sein Kommunikationstalent, seine Entschluss- und Urteilsfähigkeit waren beispielhaft.

Franz Elpelt war und ist ein großartiges Vorbild. Wir werden ihn als eine wichtige Stimme der Sozialdemokratie, als treuen Mitstreiter und eindrucksvollen Mann vermissen und uns an Franz Elpelt in tiefer Dankbarkeit erinnern.

Mit unseren Gedanken sind wir bei seinen Angehörigen.

 

Norbert Viehmann

Vorsitzender SPD Bruchköbel

20. September 2017

Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger,

Norbert Viehmann
Vorsitzender der SPD Bruchköbel

am Sonntag wählen gehen und mit beiden Stimmen SPD wählen!

Alle Umfragen zeigen auf: ein großer Teil der Wählerinnen und Wähler hat sich noch nicht entschieden, wo am Wahltag letztlich die Kreuzchen gesetzt werden.

Auch wenn wir in den Umfragen noch hinten liegen, deuten die Zahlen zur politischen Stimmung von letzter Woche aber darauf hin, dass noch was geht! In den letzten drei Wochen hat die SPD 6 Prozentpunkte zugelegt, die Union 8 Punkte verloren. Auf die Frage, wen Sie am Sonntag wählen würden, würden zuletzt nur noch 34% der Befragten ihre Stimme der CDU/CSU geben und immerhin sich 28%  für die SPD entscheiden.

Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger,
gebührenfreie Bildung, arbeitnehmerfreundliche Politik und stabile Renten gibt es nur mit einer starken SPD.
Deshalb am kommenden Sonntag mit der Erststimme Dr. Sascha Raabe und mit der Zweitstimme SPD wählen!

 

Herzliche Grüße
Ihr

Norbert Viehmann
SPD Vorsitzender Bruchköbel

PS: Am kommenden Samstag ist die Bruchköbeler SPD an vielen Orten in unserer Stadt mit Info-Ständen präsent. Hier können Sie uns gerne ansprechen. Nichts ist uns wichtiger, als mit unseren Bürgern ins Gespräch zu kommen!

 

13. September 2017

Nicht Wählen gehen, ist keine Alternative

11 Gründe warum Wählen gehen ein Muss sein sollte

Am 24. September 2017 findet die Bundestagswahl statt. Immer wieder fragen sich Wahlberechtigte, warum sie wählen gehen sollen – sei es aus Politikverdrossenheit, fehlendem Interesse oder dem Gefühl, dass die eigene Stimme ohnehin keinen Ausschlag gibt. Die SPD Bruchköbel hat sich deshalb der Frage angenommen und möchte aufzeigen, warum eine Teilnahme an der Wahl für jeden Wahlberechtigten ein Muss sein sollte.

 

  1.  Weil es unser erkämpftes Recht ist!

Wählen gehen können, war nicht immer selbstverständlich. Die Geschichte des Wahlrechts in Deutschland begann erst am Anfang des 19. Jahrhunderts mit der Nationalversammlung in Frankfurt, die 1848 auf Grund von Wahlen zustande kam. Wählen durften aber nicht alle, sondern nur reiche Männer. Später, im Kaiserreich, durften zwar alle Männer wählen, aber die Stimmen waren nicht gleich viel Wert, denn es galt damals das sogenannte Dreiklassenwahlrecht. Je mehr ein Mann verdiente, desto stärker war seine Stimme, was sich erst im 20. Jahrhundert änderte. Etwa zeitgleich (1918) durften erstmals auch Frauen wählen. Damit gab es in der Weimarer Republik die erste auf freien Wahlen berufene Repräsentativverfassung. Diese Errungenschaft, dieses Wahlrecht wurden hart erkämpft und noch heute sterben viele Menschen in der Welt beim Kampf für mehr Demokratie, Freiheit und das Wahlrecht. Ein Recht, bei dem man durch die Nichtteilnahme an Wahlen den Opfern des Kampfes mit Füßen tritt.

Eine Demokratie funktioniert nur durch Wahlen, in denen das Volk seine Vertreter in die Parlamente entsenden kann. Artikel 20 Abs. 2 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland – ein unabänderlicher Bestandteil unserer Staatsordnung – garantiert die Demokratie und ist letztlich Grundlage dafür, dass jeder Wahlberechtigte aktiv an der Demokratie mitwirken kann. In vielen Ländern ist dies auch heute noch keine Selbstverständlichkeit. Jeder sollte daher sein Recht der Mitbestimmung über die Volksvertreter nutzen.

 

  1.  Weil Demokratie nicht ohne Wähler funktioniert!

Die Staatsgewalt geht also vom Volke aus, deshalb muss das Volk auch seinen Part leisten und mithelfen, die entsprechenden Vertretungen zu wählen. Jeder Wahlberechtigte kann sich dabei – sofern er die Voraussetzungen erfüllt – sowohl aktiv (wählen gehen) als auch passiv (sich wählen lassen) einbringen. Eine Demokratie funktioniert nur, wenn das Volk in den gewählten Vertretungen gut mit seinen Vielfältigen Meinungen repräsentiert wird – und dabei zählt die Stimme eines jeden!

 

  1.  Nichtwählen aus Protest funktioniert nicht, denn auch nicht abgegebene Stimmen rechnen sich beim Wahlergebnis!

Einmal angenommen, Sie wollen nicht Wählen gehen. Das ist Ihr gutes Recht, aber damit schaden Sie letztlich nur sich selbst, denn die Sitze des Bundestagtages werden prozentual vergeben, die Sitzverteilung errechnet sich aus der Summe der abgegebenen Stimmen. Nichtwähler sorgen also nicht dafür, dass der Bundestag kleiner wird, sondern lediglich dafür, dass eine kleinere Partei, die sich zum Beispiel in Umfragen rund um die Fünf-Prozent-Hürde bewegt, den Einzug in den Bundestag viel einfacher schafft, weil weniger Stimmen ausreichen, um höhere Prozentzahlen zu erreichen.

Nichtwähler stärken also gerade die Partei, die sie am wenigsten im Parlament sitzen sehen wollen, denn Unterstützer besonders rechter und linker Parteien haben nur eine geringe Anzahl Gleichgesinnter, die aber im Regelfall stark motiviert sind, zur Wahl zu gehen. Die großen Parteien profitieren zwar ebenso von der Rechnung, aber ihr Ergebnis verändert sich nicht so stark.

Rechenbeispiel: 100 Wahlberechtigte gehen alle Wählen, darunter gibt es fünf Wähler einer extremen Parte, die also 5% der Stimmen erhalten. Gehen aber, einschließlich der fünf Extremisten, nur 50 zur Wahl, haben sie bereits 10% der Stimmen erhalten und bekommen dafür die entsprechend höhere Anzahl der Sitze. Wenn Sie also wollen, dass extreme Parteien nicht im Parlament vertreten sein sollen, dann müssen Sie auf jeden Fall wählen gehen.

 

  1.  Weil Wahlverweigerung gar nichts nützt!

„Ich übe mit einer Wahlverweigerung Protest aus“. So oder so ähnlich hört man es hier und da, doch welche Protestbotschaft trägt denn die Wahlverweigerung eigentlich? Bin ich mit allem zufrieden, ist also ein Wechsel nicht nötig? Bin ich mit allem unzufrieden und alles muss sich ändern? Kann mich keiner mit seinen politischen Themen vertreten und gehe ich deshalb nicht zur Wahl? Ein altes Sprichwort sagt: „Wer die Wahl hat, hat die Qual“. Das stimmt wohl, doch was hat der, der gar keine Wahl hat oder besser gesagt, sein Wahlrecht nicht ausübt? Jeder, der nicht zur Wahl geht, fundamentiert seinen Unmut. Weil er aber nicht wählt , werden einige Schwerpunkte in der Volksvertretung womöglich nicht ausreichend repräsentiert, was ihn (den Nichtwähler) noch unzufriedener machen dürfte.

 

  1.  Weil jede Stimme zählt!

In der Bundesrepublik Deutschland ist bei Wahlen jede Stimme gleich viel wert, schließlich soll die Meinungsvielfalt der Bevölkerung in den Parlamenten auch in seiner Gesamtheit gut repräsentiert sein. Das ist nur möglich, wenn jeder Wahlberechtigte seine Stimme auch abgibt. Auch wenn die eigene Stimme nicht wahlentscheidend sein mag, trägt jede einzelne Stimme doch dazu bei, einem Kandidaten oder einer Partei bzw. Wählergruppe einen bestimmten Zuspruch zu verschaffen und so ein repräsentatives Bild der Gesamtbevölkerung zu formen. Geht jemand nicht zur Wahl, fällt das sicher im Gesamtergebnis nicht wirklich ins Gewicht, doch jede nicht abgegebene Stimme senkt die Legitimierung der Volksvertreter.

Häufig genug waren die Wahlergebnisse aber knapper als man denkt. Die Entscheidung, wer in der Stadt, im Land oder im Bundestag regiert, kann also schnell von ganz wenigen Stimmen abhängen. Gerhard Schröder hatte zum Beispiel bei seiner Wahl 2002 nur ca: 6.000 Stimmen Vorsprung, und das bei gut 60 Millionen Wahlberechtigten. Am Ende könnte also genau Ihre Stimme die sein, die ihrer Partei an die Macht verhilft – und damit dorthin, wo sie in ihrem Sinne in der Stadt, im Land oder im Bundestag gestalten kann.

 

  1.  Weil nur vertreten werden kann, wer einen Vertreter wählt!

Wer sonst, wenn nicht ich, soll denn bestimmen, wer für mich in der Volksvertretung spricht? Oder anders gesagt: Wenn ich mir keinen Vertreter wähle, werde ich auch nicht vertreten. Wenn ich nicht selbst kandidiere, mich also nicht selbst aktiv für die Umsetzung meiner politischen Ziele z.B. als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, des Kreistages oder als Bürgermeister eintrete, bin ich gut beraten, meinen Repräsentanten mit zu bestimmen. Nutze ich diese Chance nicht, werde ich nicht vertreten. Andere Wähler, mit anderen Meinungen, nutzen ihre Chance, aber das nutzt der Sache der Nichtwähler nicht.

 

  1.  Weil man damit Verantwortung übernehmen kann!

Die Stimmabgabe heißt auch, Verantwortung zu übernehmen. Mit meiner Stimmabgabe trage ich selbst dazu bei, dass bestimmte politische Ziele (für mich) in Angriff genommen werden – zumindest dann, wenn der von mir favorisierte Kandidat auch die Mehrheit der Wähler hinter sich und seinen Ansichten vereinigen konnte. Ich habe dann einen anderen damit beauftragt, für mich meine Interessen wahrzunehmen.

 

  1.  Weil man damit aktiv die Politik beeinflussen kann!

Mit meiner Stimme nehme ich Einfluss auf die Politik und die wiederum nimmt Einfluss auf wesentliche Fragen des Alltags. Ich bestimme also mit meiner Stimme die thematische Richtung, die mein Vertreter einschlägt. Meine Stimme repräsentiert also meine Meinung in der Politik. So kann ich allein schon durch meine Stimmabgabe die Politik aktiv beeinflussen.

 

  1.  Weil andere entscheiden, wenn ich nicht wähle!

Werden Stimmen nicht abgegeben, gehen sie im Gesamtbild verloren. Gehe ich also nicht wählen, werden andere entscheiden, wer mich vertreten soll. Dem dann getroffenen Votum kann ich mich – zumindest für diese Wahlperiode – nicht entziehen. Wenn ich selbst entscheiden will, wer mich vertritt, muss ich zur Wahl gehen und meine Stimme abgeben.

 

  1.  Weil eine angemessene Wahlbeteiligung die Einführung einer Wahlpflicht auch dauerhaft verhindert!

Niemand darf in Deutschland zur Teilnahme an der Wahl gezwungen werden. Für manche ist das ein Widerspruch – ist doch die Demokratie selbst auf Wähler angewiesen. Sicherlich gilt die Stimmabgabe auch als Bürgerpflicht, doch ist es eine Frage der Freiheit, ob der Staat mich dazu zwingt, zur Wahlurne zu schreiten oder ich selbst aus freien Stücken und mit klaren eigenen Vorstellungen zur Wahl gehen kann. Eine dauerhaft niedrige Wahlbeteiligung wird all denen Recht geben, die ein reelles Abbild der Bevölkerung in den Vertretungen nicht mehr als gewährleistet sehen und die Einführung einer Wahlpflicht fordern, um genau diese Repräsentation des Volkes sicherzustellen. Lassen wir es nicht dazu kommen, uns selbst die Freiheit beschneiden zu lassen.

 

  1. Ok, aber welche Partei kann man denn nun wählen?

Wir können Ihnen die SPD und ihre Kandidaten nur empfehlen, Informationen zu uns finden Sie im Internet, am Infostand oder einfach nebenan. Sie haben aber auch die Möglichkeit zu testen, welche Partei Ihrer Meinung am nächsten kommt. Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt dafür seit dem Jahr 2002 im Internet den WAHL-O-MAT zur Verfügung.

 

Peter Ließmann
Stellvertretender Vorsitzender des Ortvereins Bruchköbel
Vorsitzender der SPD Fraktion im Stadtparlament Bruchköbel

30. Juli 2017

„Meine Passion ist die Kommunalpolitik“

Im Gespräch mit Peter Ließmann, Vorsitzender der SPD Fraktion

Peter Ließmann mit Rennrad und seinem Hund Taurus

Peter Ließmann mit Rennrad und seinem Hund Taurus (Foto: privat)

Im Gespräch mit Peter Ließmann, Vorsitzender der SPD Fraktion im Bruchköbeler Stadtparlament, Stellvertretender Vorsitzender der SPD Bruchköbel

Geboren: 15. Dezember 1961 in Offenbach
Familienstand: Verlobt – in froher Erwartung auf unsere baldige Hochzeit
Beruf: Verwaltungsbeamter bei der Stadt Frankfurt; Diplom Verwaltungswirt; Amtsrat
SPD-Mitglied seit:1986

 

Peter, wo verbringst Du deinen Urlaub?

In diesem Jahr werden wir unseren Urlaub zuhause verbringen, finde ich aber auch nicht schlimm, ich bin gerne zuhause, genieße die Zeit mit meiner zukünftigen Ehefrau und die langen Spaziergänge mit unserem Hund Taurus. Außerdem machen wir gerne Kurzreisen und wandern sehr gerne. In den vergangenen Jahren waren unsere Urlaubsziele Kroatien, Frankreich und Spanien, wobei wir Touristenhochburgen nach Möglichkeit meiden.

 

Verrate uns doch mal Dein Bruchköbeler Lieblingslokal?

In Bruchköbel gibt es einige Lokale, in denen man hervorragend bedient und bekocht wird. Ob deutsche, türkische, asiatische, italienische oder tschechische Küche, für jeden Geschmack kann man etwas empfehlen. Insofern habe ich kein eindeutiges Lieblingslokal, das ist eine Frage, worauf ich heute Appetit habe. Wenn ich aber eines nennen muss, dann ist es die spanische Bodega el pescador bei uns gegenüber. Unabhängig davon, dass die Küche hervorragend ist und man sehr nett bedient wird und als Nachbarn kennt man sich darüber hinaus, hat es den unschlagbaren Vorteil, dass ich dort bedenkenlos ein zweites oder drittes Getränk bestellen kann. Leider können wir diesen Luxus nur noch bis Mitte August genießen.

 

Welchen Hobbys gehst Du nach?

Meine Passion ist die Kommunalpolitik. Darüber hinaus liebe ich die Zeit, die ich mit unserem Hund verbringen kann. Da ich aber sportliche Aktivitäten als wichtig erachte, versuche ich mich dem Rennrad anzunähern.

 

Peter, was ist der Grund für Dich kommunalpolitisch aktiv zu sein?

Für Kommunalpolitik hatte ich schon immer ein Faible, schon weil sie uns alle jeden Tag berührt. Sei es ein Schlagloch auf der Straße, die Müllgebühren oder die Eintrittspreise ins Schwimmbad, man ist ständig betroffen und hat eine Meinung dazu. Darüber hinaus wollte ich schon immer wissen, was in meiner Umgebung passiert. Wenn man dann eigene Verbesserungsvorschläge hat, kommt man schnell mit der Kommunalpolitik in Berührung. Ein weiterer Grund liegt wohl in meinem beruflichen Werdegang – ich begleite beruflich seit fast 30 Jahren die Kommunalpolitik in Frankfurt.

 

Was zeichnet für Dich Bruchköbel aus?

Bruchköbel sehe ich als eine sehr lebenswerte Stadt, die sich gut entwickelt. Innerhalb der fünf Stadtteile kennt man sich, die Stadtteile haben sich ihren Charakter erhalten, der die Stadt insgesamt liebenswert macht.

Bruchköbel – wenn ich Bruchköbel sage, meine ich alle Stadtteile – hat alles, was eine Stadt braucht, sei es für Sport und Spaß oder zum Einkaufen. Die Bahnverbindung nach Hanau und dann nach Frankfurt oder in eine andere Richtung ist praktisch. Wobei ich mir wünsche, dass die Bahnanbindung ausgebaut wird. Das einzige was Bruchköbel echt fehlt, ist ein sozialdemokratischer Bürgermeister. 🙂

Begeistert bin ich von der Vielzahl der Vereine und den vielen aktiven
 Ehrenamtlichen.
Bruchköbel hat ein außerordentlich gut funktionierendes Sport- und
Kulturleben. Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, wenn bei der Sportlerehrung
 die vielen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen für ihre sportlichen Erfolge 
geehrt werden.

 

Welche Aushängeschilder siehst Du in unserer Stadt?





Bruchköbel hat einige tolle Visitenkarten. Sportlich sind dies in diesem 
Jahr eindeutig die Handballer der SG Bruchköbel, die als Meister der
 Oberliga den Aufstieg in die dritte Bundesliga geschafft haben. Bruchköbel
 hat gut 20.000 Einwohner und ein Verein aus einer so kleinen Stadt
 schafft den Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse, ich gebe 
unumwunden zu, das hat mich begeistert und verdient unser aller Respekt. Und
 ich freue mich schon auf die Derbys mit den Hanauer Handballern.

Wenn ich den Sportteil unserer Zeitung aufblättere, begeistert es mich 
regelmäßig, wie viel sportliches Potenzial in jungen und jung gebliebenen 
Bruchköbelern steckt, sei es im Tennis, Tischtennis, Fußball, Schwimmen,
 Handball erwähnte ich bereits und in der Leichtathletik. Hut ab auch vor den 
Trainerinnen und Trainern, die mit den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen 
arbeiten.

Außerdem möchte ich die Freiwilligen Feuerwehren besonders hervorheben, die 
in jedem Stadtteil mit einem aktiven Verein aufwarten können, selbst in 
unserem kleinsten Stadtteil Butterstadt mit seinen 260 Einwohnern. Ihnen
 gilt auch meine Hochachtung für die ehrenamtliche Leistung, die sie 
vollbringen. Da meine kommunalpolitische Tätigkeit ebenso ehrenamtlich ist 
und ich einen sehr großen Teil meiner Freizeit dafür verwende, kann ich das
 aus der „ehrenamtlichen Perspektive“ sehr wohl einschätzen und weiß es 
dementsprechend zu würdigen. Ich möchte allerdings nicht meine politische
 Arbeit mit der eines Feuerwehrmannes vergleichen.

 

Wo siehst Du für Bruchköbel noch Entwicklungspotential?





 

Von der Innenstadtentwicklung erhoffe ich mir sehr viel. Es sind aber 
weitere Infrastrukturmaßnahmen notwendig, sei es das Schwimmbad, der 
öffentliche Nahverkehr oder der Bau von bezahlbaren Wohnungen. Der Stadt 
stehen kaum noch Baugebiete zur Verfügung, neue Flächen müssen dringend
 ausgewiesen werden. Darüber hinaus sind aber auch Maßnahmen für Kinder und
 Jugendliche notwendig. Wir müssen „das Rad nicht neu erfinden“, was unsere 
Stadt braucht, das können wir aus Gesprächen mit unseren Mitbürgerinnen und 
Mitbürgern erfahren und im Kontakt mit unseren Vereinen.

 Leider sind uns oft die Hände gebunden. Die Stadtverwaltung hat seit zwei 
Jahren den Auftrag ein Kinder- und Jugendkonzept zu erarbeiten, bis heute 
liegt immer noch nichts vor, sowas ärgert mich.

Bruchköbel war einmal eine der führenden Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis mit
 sehr gut gefüllten Kassen. Das Potential hätten wir auch heute noch, dafür 
müsste die Stadt aber mehr agieren, als nur zu reagieren und zu verwalten.
 Bruchköbel hatte sich mal ein Leitbild bis 2025 erarbeitet. Mir scheint 
aber, dass dieser Plan nie so recht zur Anwendung gekommen ist. Dennoch ist 
die Idee einer Zielplanung gut, deshalb würde ich mir eine solche
 Zielvorgabe für einen Zeitraum bis 2030 oder 2035 wünschen, nur mit einem
 Unterschied, diesmal sollten wir die Planung dann aber auch Schritt für
 Schritt abarbeiten. Eins unserer Ziele sollte sein, Bruchköbel wieder 
attraktiver für junge Familien zu machen, und hierfür müssen wir dringend
 die Voraussetzungen schaffen.

 

Wie verstehst Du Deine Arbeit als Fraktionsvorsitzender?





Als Fraktionsvorsitzender bin ich lediglich primus inter pares*. Ich sammele 
die Meinungen innerhalb unserer Fraktion und versuche sie zu einer 
gemeinsamen Haltung zu bündeln, die ich dann auch zum Beispiel bei unserem 
Koalitionspartner vertrete.

 Als Fraktionsvorsitzender muss ich unsere Fraktion natürlich auch nach außen 
repräsentieren und bin erster Ansprechpartner in fast allen Belangen.

 Ich nehme dieses Amt sehr ernst und versuche, nicht nur Politiker zu sein, 
wenn es darum geht, Entscheidungen für Bruchköbel zu treffen.
(*Erster unter Gleichen)

 

Ein Jahr Koalition mit der CDU, wie ist Dein Zwischenfazit?







Vor rund einem Jahr wurde der Koalitionsvertrag unterschrieben. Innerhalb 
der Koalition ist die Stimmung gut, auch wenn sich die Koalition nach dem 
Wechsel des Fraktionsvorsitzes bei der CDU erneut finden und sortieren 
musste. Bisher sind zwar schon einige Maßnahmen über den Haushalt oder das
 kommunale Investitionsprogramm beschlossen worden, leider sieht man aber
 noch nichts auf der Straße. Ich hoffe also sehr, dass sich das bald ändert.

 

Nun gab es in den vergangenen Wochen ein paar Unstimmigkeiten beim
 Thema Sportförderung, wie geht es bei dem Thema weiter?





Gemäß dem einstimmigen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung wird der 
Magistrat eine Sportförderrichtlinie erarbeiten, die von der 
Stadtverordnetenversammlung dann zu beraten und zu beschließen ist. An 
dieser Förderrichtlinie können sich dann alle Vereine orientieren. Es steht 
aber jetzt schon fest, dass Zuschüsse bis 5.000 Euro vom Magistrat vergeben 
werden, hierrüber wird die Stadtverordnetenversammlung informiert, bei
 Zuschüssen ab 5.000 Euro entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.

Darüber hinaus wird bei den Vereinen abgefragt, welche Investitionen aus 
ihrer Sicht notwendig sind. Auf der Basis wird ein Förderplan erstellt, der
bei den nächsten Haushaltsberatungen erörtert und beschlossen werden soll.

 

Du bist ja zudem auch noch alternierender Vorsitzender beim
 Fliegerhorst Zweckverband, wie geht es denn da weiter?





Der Zweckverband Fliegerhorst ist dafür eingerichtet worden, um den 
Gewerbepark, der auf der Gemarkung von Erlensee und Bruchköbel liegt, zu 
vermarkten. Der Gewerbepark ist eine Erfolgsgeschichte, inzwischen konnten 
fast alle Grundstücke und Gebäude vergeben oder verkauft werden. Die
 Gewerbesteuereinnahmen werden spürbar zur Entlastung unseres Haushalts 
beitragen. Der Zweckverband selbst wird sich nun zunehmend zu einem Gremium 
entwickeln, das dieses Gelände verwaltet und mit der notwendigen 
Infrastruktur versorgt. In naher Zukunft werden wir einige schöne Momente 
erleben, wenn peu à peu einige Highlights des Gewerbeparks eröffnet werden.
 Dazu zähle ich das geplante Reitsportmekka, das sicher auch viele Besucher 
nach Bruchköbel oder Erlensee locken wird. Ich selbst werde noch bis Ende 
2018 Vorsitzender des Zweckverbandes sein, wir haben verabredet, dass sich
 Erlensee und Bruchköbel den Vorsitz in einer Wahlperiode teilen.

 

Wir bedanken uns für das Gespräch.

 

Das Gespräch führten Nicole Neunemann-Güth und Jörg Herpich

 

 

27. Juli 2017

Infogespräch zu Stadteilbus

Pressemitteilung

Die Sommerpause nutzte die Bruchköbeler SPD, unter Leitung von SPD Vorsitzender Norbert Viehmann und SPD Fraktionsvorsitzender Peter Ließmann, zu einem Informationsgespräch zum Thema Stadtteilbus/Familienbus. Aus diesem Anlass trafen sie sich mit dem Geschäftsführer des Busunternehmens Racktours Uwe Viel in Erlensee.

Das Busunternehmen gewährleistet nun schon seit zehn Jahren den Familienbus in Erlensee. Uwe Viel konnte über die durchaus positiven Erfahrungen, die in Erlensee mit dem Familienbus gemacht wurden, berichten. Bruchköbels SPD-Chef Norbert Viehmann machte deutlich, dass ein ähnliches Konzept für Bruchköbel angedacht sei. „Wir müssen die Stadteile besser anbinden und da kann eine Art Ringverkehr durch alle Stadtteile hilfreich sein. Gerade unseren älteren Mitbürgern in den Stadteilen kann der Familienbus eine wesentliche Hilfe sein, um den täglichen Einkauf, den Arztbesuch oder vielleicht auch den Friedhofbesuch zu ermöglichen“, so Viehmann. „Insbesondere unsere kleinen Stadtteile, Butterstadt und Oberissigheim, brauchen eine bessere Anbindung an die Kernstadt. Rund 2000 über 60jährige wohnen in unseren Stadtteilen und da sind wir in der Pflicht, uns um unsere älteren Mitbürger zu kümmern. Mit dieser Initiative werden wir einen weiteren Punkt unseres Koalitionsvertrags angehen“, so der SPD Fraktionsvorsitzende Peter Ließmann. In dem Gespräch konnte Racktours Geschäftsführer Uwe Viel berichten, dass insbesondere die Seniorinnen und Senioren das Angebot gerne nutzen. „Manchmal haben wir in unseren barrierefreien Bussen sechs Rollatoren stehen“, wusste Viel zu berichten.

Auch die Kitas machen von dem Angebot regen Gebrauch, um sich Innerorts mit ihren Kindern zu bewegen, für Kinder unter sechs Jahren ist in Erlensee die Busnutzung kostenfrei so wie beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Schüler mit den entsprechenden Monatskarten und Studenten mit Semesterticket können den Bus ebenfalls kostenfrei nutzen. Für alle anderen Nutzer kostet das Familienbusticket in Erlensee einen Euro. Abschließend bedankte sich SPD Vorsitzender Norbert Viehmann bei Racktours Geschäftsführer Uwe Viel für das außerordentlich gute und informative Gespräch.

Foto von Links: Peter Ließmann, SPD Fraktionsvorsitzender; Uwe Viel, Geschäftsführer Racktours; Norbert Viehmann, SPD Vorsitzender Bruchköbel; Veronika Viehmann, SPD Stadtverordnete und Jörg Herpich, SPD Vorstandsmitglied (Foto privat)